An der Schulter sind die endoskopischen Eingriffe im Schultergelenk von den Eingriffen zwischen der Schulterhöhe und der Schultergelenkkapsel zu unterscheiden. Wenn ein Eingriff ober- und damit außerhalb der Gelenkkapsel vorgenommen werden soll, ist es üblich, auch das eigentliche Schultergelenk zu arthroskopieren, damit eine dort befindliche zusätzliche Schmerzursache nicht übersehen wird.

Weitere Indikationen (also der Grund, eine Arthroskopie durchzuführen) sind

      • Verschleißzerreißungen des Faserknorpelringes (des Labrums)
      • Einklemmungserscheinungen durch einen Sehnenriss
      • freie Gelenkkörper
      • Entzündungen der Gelenkbinnenhaut
      • Instabilitäten / wiederholte Ausrenkungen der Schulter

Je nach Ausmaß der Schäden an der Schulter ist die Kombination mit einem kleinen offenen Zugang nötig.

Zusätzlich wird der Raum oberhalb des Gelenkes mit der Schulterspiegelung untersucht. Operationen im Raum zwischen der Schulterhöhe (Acromion) und der Gelenkkapsel / Rotatorenmanschette werden meistens wegen eines Enge-Syndroms, Einklemmung und/oder Verkalkung in der Sehnenmanschette vorgenommen.
Hier können

        • die Schulterdachenge
        • eine Schleimbeutelentzündung
        • eine Arthrose des Schultereckgelenkes
        • Verkalkungen

erfolgreich behandelt werden.

Nachbehandlung

Nach den meisten Schulterarthroskopien können und sollen Sie die Schulter zügig wieder bewegen. Nur bei komplexen Operationen wird die Schulter mit einer speziellen Bandage ruhiggestellt, um zum Beispiel die Naht von Sehnen oder der Gelenklippe zu unterstützen. Im Regelfall ist diese Ruhigstellung jedoch nicht absolut. Eine spezielle Bewegungstherapie in erlaubte Schulterstellungen ist angezeigt.
Ein individuelles Nachbehandlungskonzept wird Ihnen vor der Operation erläutert und je nach Ausmaß der Operation angepasst.

2017-07-08T11:35:16+00:00