Frau M. hatte sich beide Schultern gebrochen und war direkt nach dem Unfall in ein Krankenhaus gekommen und dort beidseits operiert. Im Verlauf nahmen die Schmerzen in den Schultern zu.

Zusätzlich klagte sie über ein schlechtes Bewegungsausmaß. Begonnen haben wir mit intensiver Physiotherapie über einen längeren Zeitraum, da sich gerade bei Schulterverletzungen Funktionsverbesserungen auch nach Montaten noch zeigen können.

In den ersten Röntgenbildern zeigt sich eine gute Stellung und korrekte Lage des Implantatmaterials. Es wurde eine Übungsbehandlung nach operativer Versorgung durchgeführt.

In den weiteren Aufnahmen konnte aber ein Heraustreten der Schraubenspitzen aus dem Oberarm sehen, die Schraubenspitzen ragen in diesem Bild in das Gelenk. Eine weitere konservative Therapie kann keinen Erfolg mehr bringen, da das Gelenk dauerhaft geschädigt wird.

Nach langer Aufklärung wurde die Revisionsoperation durch uns (Dr. Irlbacher) durchgeführt: Die Entfernung der Platte und gleichzeitig die Implantation einer Schultergelenksendoprothese. Aufgrund des Alters und der schlechten Sehnenqualität (Rotatorenmanschette) wurde eine Spezialprothese implantiert, so dass die Voraussetzungen für die Beweglichkeit für die Schulter deutlich verbessert wurden. Nach weiteren Monaten und einem positiven Verlauf wurde auch die Gegenseite (bei der sich durch die Platte die gleiche Komplikation entwickelte) von uns operiert.

2017-07-08T11:35:15+00:00