Nach jahrelagen Schmerzen stellt sich Herr R. in unserer Praxis vor. Nach dem Erheben der Krankheitsgeschichte wurde der Verdachts auf eine innenbetonte Kniegelenksarthrose gestellt.

Nach der klinischen Untersuchung wurde dann die apparative Diagnostik ergänzt. Zunächst wurden Röntgenbilder im Stehen gefertigt, um das Gelenk unter der normalen Belastung zu beurteilen. Hier zeigt sich das „O-Bein“, auf der inneren kranken Seite ist kein Gelenkspalt mehr ersichtlich.

Danach wurden bei uns mit einem speziellen Gerät „gehaltene Aufnahmen“ angefertigt, um zu schauen, ob die Fehlstellung unter Druck korrigiert werden könnte. Hier ist wichtig, dass das O-Bein unter Last korrigiert werden kann. Das war hier der Fall.

Im Anschluss wurde ein MRT (Kernspintomografie) des Kniegelenkes angefertigt, um zu schauen, dass die Außenseite nicht betroffen ist. Hier war der Knorpel- und der Meniskus und das Kreuzband intakt, so dass wir einen Hemischlitten (nur der Ersatz auf der Innenseite des Kniegelenkes) planen konnten.

Auf den Röntgenbildern nach der Operation sieht man den Teilersatz auf der Innenseite und die damit korrigierte Achse. Bei der Teilüberkronung ist die Achskorrektur nicht das Ziel der Operation, sondern die natürliche Bandspannung nach dem Ersatz der Oberfläche.

2017-07-08T11:35:15+00:00