Rückenschmerzen sind eine der häufigsten Gründe, eine Arztpraxis aufzusuchen. Die häufigste Rückenschmerzart ist der unspezifische Kreuzschmerz, also der Schmerz ohne eindeutige Ursache. Bandscheibenvorfälle, Brüche, Instabilitäten oder andere Erkrankungen mit eindeutiger Ursache sind sehr selten und müssen erkannt werden. Diese werden in der hier erklärten Behandlung des unspezifischen Rückenschmerzes nicht erfasst.

Ursachen

Die Auslöser für diesen Kreuzschmerz (Gartenarbeit, aus dem Auto ausgestiegen, „verhoben“) sind meist banal. Häufig findet sich keine eindeutiger Auslöser und sehr selten nur eine klare Ursache. Der Schmerz selbst wird aber von vielen Faktoren beeinflusst, die offensichtlich für die meisten Patienten überhaupt nichts mit dem Rückenschmerz zu tun haben. Es ist aber bekannt, dass Faktoren wie die Gemütslage, ab man Raucher ist und wie die Zufriedenheit am Arbeitsplatz empfunden wird ein Rolle für die Entstehung des Rückenschmerzes und die Aufrecherhaltung eine Rolle spielen.

Diagnostik

Unsere Aufgabe als Fachärzte für Chirurgie und Orthopädie und Unfallchirurgie ist es, die Kreuzschmerzen in „unspezifische“ (dafür sind diese Informationen) und spezifische zu teilen. Unsere Fragebögen und die körperliche Untersuchung dienen dazu, Komplikationen zu erfassen, gefährliche Verläufe zu erkennen und chronische Kreuzschmerzen zu verhindern bzw. zu lindern. Haben wir bei der Erstvorstellung gefährliche Verläufe ausgeschlossen und müssen keine weitere Diagnostik einleiten, kann die weitere Behandlung auch außerhalb unserer Praxis stattfinden.

Behandlung

Der unspezifische Kreuzschmerz ist so häufig und wird so wichtig genommen, dass hierfür eine Nationale Versorgungsleitlinie erarbeitet wurde. Diese Expertenempfehlungen sind der Standard für eine Behandlung bei uns, von dieser weichen wir nur im Ausnahmefall ab.

In diesen Standards wurde nach wissenschaftlichen Kriterien festgelegt, welche Behandlungen und vor allem wann helfen und welche Behandlungen nicht sinnvoll oder sogar schädlich sind.
Es gibt Therapien, die im Einzelfall durchaus sinnvoll erscheinen, aber nach der Leitlinie nicht empfohlen werden. Diese Behandlungen können wir anwenden, aber nicht zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnen.

Bei der ersten Vorstellung bei uns schließen wir Risikofaktoren aus und klären Sie über den natürlichen Verlauf der Schmerzen auf. Bei einer Kontrolluntersuchung nach 4-6 Wochen überprüfen wir, ob andere Faktoren bei der Schmerzentstehung eine Rolle spielen und ob andere Ärzte oder Therapeuten hinzugezogen werden müssen.

 

 

Nicht alle Behandlungen werden von uns persönlich vorgenommen.

In Deutschland werden einige Behandlungen nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen. Hier entscheidet der gemeinsame Bundesausschuss, ob eine Leistung bezahlt wird. Sind nach Ansicht dieses gemeinsamen Bundesausschusses die Studienlagen nicht überzeugend, wird diese Leistung nicht in den Katalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen.
Sollte nach einer längeren erfolglosen Behandlung und nach entsprechender Aufklärung eine entsprechende Therapie von Ihnen gewünscht werden, so kann die als IGEL Leistung durchgeführt werden, dafür wird vor Beginn der Behandlung für Sie ein Kostenplan aufgestellt

 

 

 

2017-07-08T11:35:16+00:00