Beim schnellenden Finger (auch Schnappfinger) handelt es sich um eine Verdickung der Beugesehne, so dass diese nicht mehr unter einem speziellen Band (dem Ringband) frei gleiten kann.
Der Finger muss mit Anstrendung gebeugt werden, dabei kommt es zu einem Schnappen, wenn er dann plötzlich gebeugt werden kann. Strecken ist manchmal nicht mehr einfach möglich, zeitweise muss mit den anderen Hand nachgeholfen werden.

Operation

Die Operation besteht darin, dass Ringband zu spalten und so das freie Gleiten der Beugesehne wieder zu ermöglichen. In einzelnen Fällen wird der Eingriff ergänzt um eine teilweise Entfernung des Sehnengleitgewebes oder das Entfernen eines Ganglions (kleine Zyste, die mit Gallertmasse gefüllt ist). Im Regelfall wird diese Operation ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Nach der Betäubung des Operationsgebietes wird eine Hautschnitt von ca 1,5 cm Länge verwendet, das beengende Ringband dargestellt und gespalten. Nach der vollständigen Spaltung fordern wir den Patienten auf, den Finger aktiv zu strecken und zu beugen. Die ungeschränkte Bewegung (auch das ist ein Vorteil der örtlichen Betäubung) zeigt sofort den Operationserfolg. Es folgt die Hautnaht und die Anlage eines Kompressionsverbandes.

Nachbehandlung

Der Operationserfolg ist für den Patienten unmittelbar nach der Operation spürbar, da die Finger wieder ohne große Kraftanstrengung gebeugt und gestreckt werden können. Nach dieser ambulanten Operation wird keine spezielle physiotherapeutische Nachbehandlung benötigt. Der erste Verbandswechsel erfolgt typischerweise am 2. Tag nach der Operation, entweder durch uns oder den einweisenden Arzt. Nach ca 2 Wochen werden die Fäden entfernt. Arbeitsfähigkeit wird (je nach Tätigkeit) zwischen 2-4 Wochen erreicht.

2015-03-14T18:35:42+00:00